Autonomer Roboter liefert Päckchen aus

Media Markt hat Ende 2015 mit der flächendeckenden Einführung seines Expresslieferservices (Same-Day-Delivery) begonnen und baut nun mit einem einzigartigen Roboter-Pilotprojekt darauf auf. Das Ziel des Projekts: Kundennähe und Schnelligkeit beim Service. Dabei hebt Media Markt wie viele andere Versandunternehmen nicht ab, sie bleiben auf dem Boden.

Die Media Markt-Filiale im Stadtteil Grafental (Düsseldorf) wird in den kommenden Monaten Päckchen mit einem autonomen Lieferroboter an Kunden ausliefern. Dazu wurde ein Testgebiet ausgewiesen. Noch wird das futuristische Gefährt auf sechs Rädern von einem „Aufpasser“ begleitet, damit dieser niemanden verletzt oder etwas beschädigt. Der autonome Roboter ist Teil eines groß angelegten Entwicklungsprogramms des europäischen Startups Starship  Technologies. Damit ist Media Markt das erste Unternehmen in Deutschland, welches Lieferroboter im Einsatz beim Endkunden hat.

Der Media Markt Lieferroboter, zu erkennen am roten Fähnchen (Foto: Media Markt)
Der Media Markt Lieferroboter, zu erkennen am roten Fähnchen (Foto: Media Markt)

Achtung, das rote Fähnchen kommt

Waren, die weniger als zehn Kilogramm wiegen und im Lieferfach des Roboters verstaut werden können, kann der Roboter transportieren. Der autonome Transporter bringt die Bestellung innerhalb von 30 Minuten bis drei Stunden nach Bestelleingang zum Kunden. Der Roboter erinnert auf den ersten Blick an einen Staubsauger. Es fehlt nur noch der Schlauch. Dafür hat er aber ein schickes rotes Fähnchen.

Der Einsatz von Lieferrobotern ist aus Sicht von Media-Saturn eine gute Möglichkeit, seinen Kunden künftig Lieferungen in nahezu  Echtzeit anbieten zu können. Laut Unternehmen bei  gleichzeitiger Kosteneffizienz und Nachhaltigkeit. Die Lieferung zum Wunschtermin sowie eine schnelle Lieferung steht bei Kunden hoch im Kurs und wird im Lieferprozess immer wichtiger.

Das Unternehmen Starship verspricht sich von dem Pilotprojekt mit Media Markt umfangreiche Erkenntnisse. Das Ziel von Starship ist es, besser zu verstehen, wie der Lieferroboter Menschen im Alltag unterstützen kann.

So funktioniert die Zustellung per Lieferroboter

Sofern ein Kunde über den Onlineshop von Media Markt bestellt und die Expresslieferung auswählt, steht die Chance laut Media Markt recht gut, die Ware via Lieferroboter nach Hause gebracht zu bekommen. Voraussetzung ist, dass die Lieferadresse sich im definierten Testgebiet befindet, die Ware ist im Markt vor Ort verfügbar und der Kunde gibt seine Mobilnummer an. Diese ist notwendig, damit der Roboter den Kunden informieren kann, wenn  er mit der Lieferung vor der Tür steht. Außerdem erhält der Empfänger auf sein Smartphone zur Verifizierung eine Benachrichtigung, sodass er den Deckel entriegeln und die Bestellung entnehmen kann.

 Der Roboter informiert den Kunden via Smartphone, dass er vor der Tür steht (Foto: Media Markt)
Der Roboter informiert den Kunden via Smartphone, dass er vor der Tür steht (Foto: Media Markt)

Sicherheit steht an erster Stelle

Der Roboter fährt in Schrittgeschwindigkeit und nutzt Gehwege, um an sein Ziel zu kommen. Mittels neun Kameras und Ultraschallsensoren kann er jederzeit Hindernisse erkennen und bei Bedarf umgehend anhalten. Zu Fußgängern soll er besonders höflich sein und fährt, wenn der  Weg zu schmal ist, zur Seite und lässt sie passieren. Ob Fußgänger in Zukunft auch höflich und nett zu den Lieferrobotern sein werden und in mit der bestellten Ware passieren lassen, wird Media Markt sicherlich in einem versteckten Test herausfinden.

Hauptsache ihr habt Spaß

Spätestens dann, wenn der Roboter tatsächlich im Einsatz ist, dürfte sich Media Markt einen neuen Slogan ausdenken. Sonst wird der aktuelle Slogan „Hauptsache ihr habt Spaß“ von Kunden oder Passanten noch wörtlich genommen. Der einzige, der dann keinen Spaß bei der Lieferfahrt haben dürfte, ist der Roboter.

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