Drohnen auf Kirchtürmen oder Parkhäusern aufladen

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Erst kürzlich hat der Online-Versandhändler Amazon die neue Hybrid-Drohne seiner Marke Prime Air vorgestellt. Genauer gesagt, der ehemalige und bei den Zuschauern für seinen Sarkasmus beliebte Moderator Jeremy Clarkson des bekannten Automagazins Top-Gear. Amazon´s Drohne weist eine Reichweite von etwas über 24 Kilometern auf. Sie zeichnet sich zudem durch besonders ökonomische Flugeigenschaften aus. Weitere Eigenschaften, des wohl weniger nach Drohne aussehenden Flugobjektes: Senkrechter Start sowie senkrechte Landung. Erkennt Hindernisse und kann diesen selbstständig ausweichen. Beim Kunden innerhalb von 30 Minuten.

Mit der Reichweite fangen aber die technischen Grenzen bei Amazon an. Denn ein Kunde muss in einem bestimmten Umkreis eines Versandlagers wohnen, um in den Genuss der Drohnenlieferung zu kommen. Die Akkuleistung reicht bei einer solch schweren Drohne inklusive der Ware nicht für lange Strecken aus. Die Technologie von Batterien ist zwar schon sehr weit fortgeschritten, doch lange Strecken und hohes Gewicht sind auch bei Elektrofahrzeugen noch das größte Problem. Wie also kann die Reichweite erhöht werden?

Tankstopp an ungewöhnlichen Orten?

Wie die Dockingstation bei Smartphones oder Notebooks, hat Amazon nun ein Patent auf Dockingstation für Drohnen. Das Patent mit der Nummer US009415870 enthält die Beschreibung dieser Technik sowie zahlreiche Skizzen der zukünftigen Technologie. Somit kann die Reichweite von Drohnen durch Zwischenstopps deutlich erhöht werden. Dazu müsste an vielen bestimmten Punkten – im Umkreis des Warenlagers – zahlreiche Tankstellen für sicherlich zahlreiche Zwischenstopps installiert werden. Diese müssten ähnlich wie Mobilfunkzellen ineinandergreifen, so dass im Notfall immer eine Tank-Station in nächster Nähe wäre. Das würde bedeuten, dass die Lieferdrohnen übergreifend auch in die Zonen anderer Warenlager liefern könnten.

Amazons neue Hybrid-Drohne (Foto: Amazon)
Amazons neue Hybrid-Drohne (Foto: Amazon)

Amazon erklärt, dass diese Tankstellen (Dockingstationen) an bereits bestehenden Gebäuden angebracht werden könnten. Hohe Gebäude wie Parkhäuser sowie Kirchtürme oder Telefonmasten würden sich laut Amazon hierfür hervorragend eignen. Die Verbindung zur Drohne läuft entweder via Steckverbindung oder kabellos. Der Strom für die Dockingstation könnte von Solarmodulen oder aus dem gewöhnlichen Stromnetz geliefert werden.

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