Trendberuf: Drohnenpilot. Ein Job mit Perspektive?

Drohnen sind im Trend. Zu jeder Drohne gehört jemand der sie steuert. Der Drohnenpilot!

In unserer schnelllebigen Zeit entstehen vor dem Hintergrund des technischen und digitalen Fortschritts immer neue Berufsbilder; Arbeitsbereiche, die es vor Jahren noch nicht gab. Einer von Ihnen ist der Drohnenpilot. Ein Job mit besonders guten Aussichten, da Drohnenpiloten zukünftig immer häufiger gebraucht und nachgefragt werden.

Wie wird sich der Drohnenmarkt in den nächsten Jahren entwickeln?

Drohnen leisten in vielen Wirtschaftsbereichen wertvolle Dienste. Der Drohnenmarkt ist ein Wachstumsmarkt und die Nachfrage im gewerblichen Bereich wächst seit Jahren. Laut Statistischem Bundesamt liegen die prozentualen Steigerungsraten für gewerbliche Drohnen in Europa bis zum Jahr 2021 zwischen 41 % und 53 % – jährlich! Der Jahresumsatz mit gewerblich genutzten Drohnen wird für das Jahr 2019 auf 333 Millionen Euro geschätzt. Zum Vergleich: Im Jahr 2017 wurde ein Umsatz von nur 163 Millionen Euro erzielt.

Wo überall werden Drohnen eingesetzt?

Gewerblich genutzte Drohnen werden in den unterschiedlichsten Branchen eingesetzt. Sie nehmen die unterschiedlichsten Aufgaben wahr, wie die nachfolgenden Beispiele zeigen:

Werbefotografie, Film- und TV-Produktion, Vermessung von Gebäuden und Geländebereichen, Baudokumentation, Wissenschaft, Archäologie, Meteorologie, Logistik, Transport von Hilfsgütern, Medikamenten, Impfstoffen und Lebensmitteln, Katastrophenschutz, Überwachungsbereich, Militär, Inspektion und Dokumentation von Windrädern, Brücken, Bauwerken, Wohn- und Industriedachanlagen, Hochspannungsleitungen, Strom- und Sendemasten, Pipelines, Tanks, Schornsteinen, Brandschutz- und Abwasserkanälen, Landschaftskartografie, Gebäude- und Bauthermografie, Immobiliensektor, Schadendokumentation, Gutachtenerstellung, Agrarwirtschaft (Überwachung des Pflanzenwachstums, Schädlingsbekämpfung, Analyse von Bodenstrukturen, Rehkitzrettung), Suche nach Vermissten, Personenbeförderung, etc.. Die Liste könnte beliebig weiter geführt werden.

Drohnen werden in Zukunft eine noch viel größere Rolle spielen. In manchen Gewerbebereichen sind Multicopter nicht mehr wegzudenken. Durch die technische Weiterentwicklung werden die Einsatzmöglichkeiten der ferngesteuerten Flugroboter immer facettenreicher.

Die Aufgaben eines Drohnenpiloten

Die Hauptaufgabe eines Drohnenpiloten besteht im klassischen Sinne aus Planung und Koordinierung des Flugbetriebs sowie die Steuerung der Drohne selbst. Hinzu kommt die Wartung des Kopters, mitunter auch die Übermittlung und die Auswertung der gesammelten Daten.

Für die Weiterentwicklung der Drohnentechnologie werden studierte Maschinenbauingenieure gesucht, die technologisches Verständnis mitbringen. Es besteht natürlich auch die Möglichkeit, sich als Konstrukteur auf ganz bestimmte Bereiche der Drohnentechnologie, wie zum Beispiel auf die Fluggeräte-Navigation, zu spezialisieren.

Der Drohnenlogistik gehört die Zukunft

Im Logistikbereich steht der Drohnentechnologie noch eine große Zukunft bevor. Das Ziel: Waren in kürzester Zeit und kostengünstig vom Absender direkt zum Empfänger zu transportieren. Amazon und die DHL proben bereits die Zustellung von Paketsendungen auf dem Luftwege.

Auch wenn die rechtlichen Rahmenbedingungen für den gewerblichen Drohnenflug, speziell in Ballungsräumen, noch anzupassen sind, der Drohnenpilot ist ein Berufsbild mit Zukunft. Die Technologie wird sich noch weiterentwickeln und in vielen unterschiedlichen Branchen neue Arbeitsplätze schaffen.

Die Bundeswehr sucht Drohnenpiloten (m/w)

Die Bundeswehr sucht aktiv Drohnenpiloten. Sie verfügt über 600 verschiedenste Drohnentypen und bietet Zeitsoldaten die Ausbildung zum Drohnenpiloten an. Nähere Informationen finden Sie unter Bundeswehrkarriere.

Ist der Drohnenpilot ein Ausbildungsberuf?

In Deutschland ist der Drohnenpilot kein klassisch anerkannter Beruf. Eine Ausbildung gibt es für den Drohnenpiloten (noch) nicht. Wer sich mit dem Berufsbild des Drohnenpiloten näher beschäftigen möchte, der sollte ein hohes Maß an Flugerfahrung besitzen. Vorzugsweise sollten Kenntnisse aus dem Flugmodellbau oder dem Drohnen-Racing-Bereich vorhanden sein. Der sichere Umgang mit dem Kopter in Verbindung mit dem entsprechenden Know-how, zum Beispiel im Bereich der professionellen Drohnenfotografie, wird vorausgesetzt. Entsprechende Referenzen sind bei der Stellensuche von Vorteil.

Wichtig! Der Drohnenführerschein

Wer eine Drohne von über 2 Kilogramm in Deutschland fliegen möchte, der benötigt einen Drohnen-Führerschein bzw. Kenntnisnachweis. Dieser ist gesetzlich vorgeschrieben. Das Luftfahrtbundesamt hat dazu einige Unternehmen zertifiziert, die Schulungen anbieten, um das notwendige Wissen in den Bereichen Flugbetrieb, Luftrecht, Meteorologie und Navigation zu vermitteln. Adressen zertifizierter Multikopter-Schulen für Privat- und Gewerbetreibende haben wir hier zusammengestellt.

Auch die Medienakademie der ARD und des ZDF bieten interessante Weiterbildungskurse für Drohnenpiloten an.

Ausbildung zum Drohnenpiloten – in den USA möglich.

In den USA bieten einige Volkshochschulen die Ausbildung zum Drohnenpiloten an. Jeder, der in den Staaten anstrebt kommerzieller Drohnenpilot zu werden, muss sich bei der amerikanischen Luftfahrtbehörde FAA zertifizieren lassen und einen Test bestehen. Dieses Zertifizierungsverfahren ist sehr aufwendig. Die Prüfung umfasst 60 Fragen und dauert 2 Stunden.

Das schreckt angehende Drohnenpiloten aber nicht ab. Laut Prognose der amerikanischen Luftfahrtbehörde, Federal Aviation Administration (FAA), wird die Zahl der zertifizierten Drohnenpiloten von 108.000 Interessenten im Jahr 2017 auf über 400.000 im Jahr 2021 ansteigen. Unter den Bewerbern befinden sich viele Erwachsene, die in diesem Bereich eine neue Karrierechance suchen.

Die Vereinigung für unbemannte Fahrzeugsysteme international, kurz AVUSI, schätzt, dass die Drohnenbranche in den USA bis zum Jahr 2025 über 50.000 neue Jobs in diesem Bereich schaffen wird.

Die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers (PwC) geht davon aus, dass der weltweite Drohnenmarkt und die damit verbundenen Dienstleistungen im Jahr 2020 ein Volumen von rund 127 Milliarden US-Dollar erreichen wird. Der Anteil für die Überwachung und Analyse von Infrastrukturen, Gebäuden, Industrieanlagen und Kraftwerken wird auf 45 Milliarden Euro geschätzt.

Als Drohnenpilot in die Selbständigkeit

Es besteht natürlich auch die Möglichkeit, sich mit dem Thema Drohne selbständig zu machen. Einige Drohnenpiloten bieten in den Bereichen Drohnenvermietung, Vermessung, Inspektion, Filmproduktion und Fotografie inzwischen ihre Dienstleistungen an.

Wer sich bereits in der Selbständigkeit befindet und nach neuen Aufträgen sucht, der kann sich auf der Website Drohnenpilot gesucht.de für die Zusendung von Ausschreibungen registrieren lassen – und das kostenlos!

Gesucht und gefunden! Jobangebote Drohnenpilot

Vor Jahren wurde über den Suchbegriff Drohnenpilot bei branchenübergreifenden Jobportalen kein einziger Treffer erzielt. Das hat sich geändert. Auch, wenn der Einstieg in diesen Job nicht einfach ist, sinnvoll ist es allemal, sich bei Interesse über die bekannten Jobportale unter den Suchbegriffen UAV, Drohnen und Drohnenpilot über die derzeitigen Stellenangebote zu informieren. Natürlich kann auch eine eigene Anzeige aufgegeben werden!

Zur Recherche haben wir einige Portale zusammengestellt. Sie können direkt von hier aus starten.

Wir wünschen Ihnen viel Erfolg!

gehalt.de
xing.de (vorherige Registrierung erforderlich!)
indeed.com
jobware.de
jobrapido.com
jobs.de
jobboerse.arbeitsagentur.de
stellenanzeigen.de
kimeta.de
ebay-kleinanzeigen.de

Ein Gedanke zu „Trendberuf: Drohnenpilot. Ein Job mit Perspektive?

  • 24. März 2019 um 02:14
    Permalink

    Wir haben auch ständig Leute die sich als “Drohnenpilot” bei uns bewerben oder ein Praktikum machen wollen.

    Ich sehe das ganze differenziert: Drohnenpiloten braucht nemand.
    Man braucht Leute die mit der Drohne spezielle Aufgaben bewältigen können.
    Die Drohne ist dabei nur das Mittel zum Zweck.

    Es will ja auch keiner “Akkuschrauber Bediener” werden – sondern eben bsp. Klempner.
    Die Bewerbungen die wir erhalten sind so lala…Ich glaube die Leute denken, dass wäre ein easy Job.

    Wir haben stetig mit komplexen Umgebungen zu tun (Kraftwerke, Schwerindustrie und Werften – auch im Ausland).

    Daher das Anforderungsprofil:

    – Englisch C1 Niveau
    – Notedurchschnitt 2-3
    (Sprachen sind eben so wichtig wie Naturwissenschaften)
    – KFZ Führerschein
    – Am besten eine SPL oder PPL und ein BZF

    Solche Leute findet man kaum. Aktuell sind wir zum Glück gut ausgestattet.

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