Kommerzielle Drohnenflüge dank Droniq jetzt außerhalb der Sichtweite möglich

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Deutsche Flugsicherung (DFS) und Telekom gründen Gemeinschaftsunternehmen Droniq

Der Drohnenmarkt in Deutschland ist ein Wachstumsmarkt, der sich stetig weiterentwickeln wird. Speziell im gewerblichen Bereich sind die Nutzungsmöglichkeiten für Multikopter überaus vielfältig. Mit Droniq Technologie werden sich die Möglichkeiten deutlich verbessern.

Drohnenflüge werden weiter zunehmen

Mit der steigenden Nachfrage nach Drohnen, wächst auch das Risiko der Flugsicherheit, denn die autonomen Fluggeräte können Flugzeugen und Helikoptern gefährlich nahe kommen. Erschreckende Berichte von den Großflughäfen Gatewick in England oder jüngst vom Flughafen Frankfurt am Main machen das deutlich. Insgesamt 158 Behinderungen mit Drohnen meldeten Piloten im vergangenen Jahr.

Droniq-Technologie macht Drohnen sichtbar

Jetzt hat die Deutsche Telekom AG und die Deutsche Flugsicherung (DFS) nach zweieinhalb Jahren Entwicklungszeit das Unternehmen Droniq gegründet, das die Ortung von Drohnen über das Mobilfunknetz am Himmel erkennbar macht. Bis dato war das nicht möglich, denn die Kopter waren aufgrund ihrer geringen Größe für eine Luftortung mittels DFS-Radar zu klein. Mit der neuen Technik wird die Sicherheit am Himmel deutlich verbessert. Der zivile Luftverkehr kann dank des neuen Systems vor fehlgeleiteten Drohnen rechtzeitig gewarnt werden.

Flug auf Sichtweite! Bald Vergangenheit?

Doch die Entwicklung hat einen weiteren guten Grund. Wie jeder Drohnenpilot weiß, sind Drohnenflüge in Deutschland nur in Sichtweite des Steuerers erlaubt. Der Kopter muss sich stets im Blick des Piloten befinden. Die von Droniq zur Verfügung gestellte Plattform ermöglicht in Zukunft auch kommerzielle Drohnenflüge außerhalb der Sichtweite des Piloten. Eine wichtige Grundlage für den wirtschaftlichen Betrieb von Drohnen, um diese nicht nur im Nahbereich, sondern auch über größere Distanzen sicher einsetzen zu können.

Wie funktioniert das neue System?

Die deutschlandweit erste einsatzfähige Technologie nennt sich Traffic Management System (UTM) und sorgt für die sichere Integration von Drohnen in den deutschen Luftraum. Grundlage für die Ortung des Kopters ist ein spezielles Modem mit einer Mobilfunk-SIM-Karte, mit der die Drohne ausgestattet wird. Über das Mobilfunknetz werden die jeweiligen GPS-Positionsdaten des Kopters sowie dessen Kennung an das Traffic Management System übermittelt. Die Drohne wird zu einem fliegenden Smartphone und kann aufgrund der Angaben, die es sendet, von den Fluglotsen permanent geortet und aus der Ferne sogar gelenkt werden. Auch der Informationsaustausch mit der Basisstation in Echtzeit ist jederzeit möglich.

Bis zu 10 unterschiedliche Antennen könnten eine Drohne in Deutschland gleichzeitig orten. Jetzt noch Zukunftsmusik, aber bald schon möglich: Mit dem neuen System sollen Drohnenpiloten zukünftig die Genehmigung für einen gewerblichen Drohnenflug automatisch bei der zuständigen Landes-Luftfahrtbehörde einholen können. Das wäre zum Beispiel für Betreiber von Flugtaxi-Unternehmen einfach und vor allem sehr unbürokratisch.

Zu der bevorzugten Zielgruppe für das neue System gehören professionelle Nutzer aus den gewerblichen Bereichen wie Vermessung, Landwirtschaft oder Energieunternehmen, die ihre Drohnen über weite Strecken außerhalb der Sichtweite fliegen möchten. Das sind zum Beispiel regelmäßige Kontrollflüge über Stromtrassen, Pipelines oder Windräder, aber auch Einsätze der Polizei, Feuerwehr und des Rettungswesens.

Wie geht es weiter?

Das Ziel der Unternehmensgründung ist die sichere Integration von Drohnen in den deutschen Luftverkehr. Eine schrittweise Expansion ins europäische Ausland ist in Planung. Doch zunächst hofft man auf einen Rahmenvertrag mit dem Bundesverkehrsministerium. Einzelne Landesluftfahrtbehörden haben bereits ihr Interesse signalisiert. Erste Anfragen aus der Wirtschaft und von Rettungskräften liegen auch schon vor, so der Telekom Chef Tim Höttges. Die Droniq GmbH, die ihren Firmensitz in Frankfurt am Main unterhält, ist mit 10 Mitarbeitern gestartet.

Die Konkurrenz schläft nicht

Auch der Mobilfunkanbieter Vodafone arbeitet nach jüngsten Erkenntnissen an einem Drohnenortungssystem.

Man befindet sich noch in der Testphase. Sicherlich ist die Marktreife auch nur noch eine Frage der Zeit. Alle Mobilfunkunternehmen wissen, dass es sich hierbei, um ein schnell wachsendes Milliardengeschäft handelt, das noch am Anfang steht.

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