Drohne behinderte Rettungshubschrauber nicht!

In den Medien ist immer wieder zu lesen, dass Drohnen den Flugverkehr stören. In einem aktuellen Fall soll ein Drohnenpilot, der von der Bild sogar als Idiot bezeichnet wurde, einen Rettungshubschrauber behindert haben. Dies stellte sich jedoch glücklicherweise als falsch heraus. Das der Drohnenpilot den Rettungshubschrauber nicht behinderte, dass bestätigten Staatsanwaltschaft Konstanz und das Polizeipräsidium Tuttlingen (St. Georgen im Schwarzwald).

Was war passiert?

Am vergangenen Sonntagabend ist gegen 18:50 Uhr ein Brand, in einem ehemaligen landwirtschaftlichen Anwesen “Am Schwanen”, in Sankt Georgen im Schwarzwald-Baar-Kreis ausgebrochen. Nach aktuellem Ermittlungsstand hatte eine 77-jährige Bewohnerin eine Wunderkerze angezündet und das Zimmer kurz verlassen. Nach ihrer Rückkehr stand der Weihnachtsbaum in Flammen. Die Seniorin konnte sich mit schweren Brandverletzungen ins Nachbarhaus retten. Der Nachbar verständigte den Rettungsdienst, der den Transport mit einem Rettungshubschrauber in eine Spezialklinik anordnete.

Die Einsatzkräfte vor Ort konnten während der Rettungsmaßnahmen eine über dem Brandort fliegende Drohne feststellen. In unmittelbarer Nähe konnten die Polizeibeamten einen 32-jährigen Mann als Piloten der Drohne ermitteln.

Keine Behinderung des Rettungshubschraubers

Zwar wurde in einer ersten Meldung die Aussage getroffen, der Drohnenpilot hätte den Rettungshubschrauber behindert, jedoch stellte sich die Erstmeldung als falsch heraus. Derzeit wird überprüft, ob der Steuerer der Drohne gegen Vorschriften der Luftverkehrsordnung verstoßen hat.

Wir möchten mit diesem Artikel den Sachverhalt nicht verharmlosen. Dennoch bringen derartige Falschmeldungen, in denen Personen noch als Idioten beschimpft werden, eine ganze Branche in Verruf und sollten daher korrigiert werden.

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